Ein E-Mountainbike Fully bringt dich auf technische Abfahrten, steile Anstiege und lange Touren. Vollgefederte E-MTBs richten sich an anspruchsvolle Mountainbiker, die im Gelände keine Kompromisse eingehen wollen, und an ambitionierte Einsteiger, die mit elektrischer Unterstützung in die Berge möchten. Hier vergleichst du neue E-Fullys aus dem Bestand von Fachhändlern und gebrauchte Modelle von Händlern und Privatleuten; neue Räder kannst du beim Händler reservieren und Probe fahren.
Neben Motor und Akku entscheiden diese Merkmale, ob ein E-Fully zu deinem Fahrstil und Gelände passt.
Der Federweg in Millimetern bestimmt, wie gut das Rad Unebenheiten, Sprünge und Schläge schluckt. Üblich sind drei Klassen:
Die Geometrie bestimmt das Fahrverhalten: Ein steiler Sitzwinkel bringt dich in eine effiziente Kletterposition, ein flacher Lenkwinkel sorgt für Laufruhe in schnellen Abfahrten. Moderne E-MTBs haben meist einen langen Reach – umso wichtiger ist die passende Rahmengröße.
In E-Fullys stecken fast immer Mittelmotoren, etwa von Bosch, Shimano, Yamaha oder DJI; sie unterstützen gleichmäßig und natürlich. Brose hat sein E-Bike-Antriebsgeschäft 2025 an Yamaha verkauft. Achte auf:
E-MTBs sind schwerer und bergab oft schneller als Mountainbikes ohne Motor. Standard sind deshalb hydraulische Scheibenbremsen, meist mit vier Kolben und Scheiben von 200 oder 203 mm, hinten mitunter 180 mm, an abfahrtsorientierten Bikes vorne auch 220 mm. Bei der Schaltung gibt es zwei Wege:
Bei den Reifen zählen stabile Karkasse und griffiges Profil, denn am E-MTB wirken höhere Kräfte.
Bei modernen E-Fullys arbeiten Federung, Rahmen, Antrieb und Software zusammen.
Gabel und Dämpfer prägen das Fahrgefühl eines Fullys stark. Bekannte Hersteller sind Fox und RockShox, dazu etwa Öhlins oder SR Suntour. Achte auf:
Motor und Akku sitzen bei modernen E-Fullys weitgehend im Rahmen. Das senkt den Schwerpunkt und schützt die Teile vor Schmutz und Schlägen. Ein entnehmbarer Akku erleichtert das Laden und macht das Rad leichter, wenn du es tragen oder verladen musst.
Die Kinematik des Hinterbaus ist das Herzstück eines Fullys. Verbreitet sind Viergelenker, Eingelenker (Single Pivot) und Systeme mit virtuellem Drehpunkt wie VPP. Jede Bauart soll beim Treten wenig Kraft schlucken und über Hindernisse sensibel arbeiten – entscheidend ist die Abstimmung von Hinterbau und Dämpfer.
Elektronische Schaltungen wie SRAM AXS oder Shimano Di2 schalten präzise und schnell. Bei Shimano arbeiten Motor und Schaltung zusammen: Auto Shift wählt den Gang selbst, Free Shift schaltet auch beim Rollen ohne Treten. Per App passt du Fahrmodi an, zeichnest Touren auf und spielst Updates ein.
| Kriterium | Beschreibung & Bedeutung | Typische Ausprägungen | Auswirkungen auf das Fahrverhalten |
|---|---|---|---|
| Federweg vorne/hinten | Wie viel Weg die Federung hat, um Stöße aufzunehmen | ca. 130–160 mm (Trail), 160–180 mm (Enduro), ab 180 mm (Freeride/Downhill) | Mehr Federweg = mehr Laufruhe und Reserven im groben Gelände; weniger = agiler und effizienter bergauf |
| Rahmenmaterial | Beeinflusst Gewicht, Steifigkeit und Preis | Aluminium, Carbon | Carbon ist leichter und fährt sich direkter, Aluminium ist günstiger und robust |
| Antrieb | Bosch, Shimano, Yamaha, DJI, Pinion u. a. | 250 W Nenndauerleistung, meist 85 Nm und mehr (Light-E-MTB ca. 50–60 Nm), Akku meist 600–800 Wh | Viel Drehmoment hilft an steilen Anstiegen, ein großer Akku bringt Reichweite |
| Geometrie (Lenkwinkel, Sitzwinkel) | Bestimmt Stabilität und Wendigkeit | Lenkwinkel ca. 63–66°, Sitzwinkel ca. 75–78° | Flacher Lenkwinkel = mehr Laufruhe bergab; steiler Sitzwinkel = effizienter klettern |
| Laufradgröße | 27,5 Zoll (650b) oder 29 Zoll (29er) | 27,5 Zoll, 29 Zoll, Mullet | 29 Zoll rollt besser und läuft stabiler, 27,5 Zoll ist agiler, Mullet verbindet beides |
| Bremsen (Typ/Scheibengröße) | Hydraulische Scheibenbremsen sind Standard | Vierkolbenbremsen, Scheiben meist 200/203 mm, vorne teils 220 mm | Starke Bremsen halten das höhere Gewicht und Tempo eines E-MTB unter Kontrolle |
| Schaltung | Gänge, Bandbreite und Schaltkomfort | 1x11 oder 1x12, elektronisch (AXS, Di2), Getriebe (Pinion) | Eine große Bandbreite erleichtert das Klettern, präzise Gangwechsel das Fahren |
Der Hauptunterschied liegt in der Federung: Ein E-Hardtail hat nur vorne eine Federgabel, ein E-Fully ist vorne und hinten gefedert und dadurch komfortabler und leistungsfähiger auf technischen Trails und Abfahrten. E-Mountainbikes Hardtail sind meist leichter, günstiger und wartungsärmer – gut für einfacheres Gelände und zum Pendeln.
Das hängt von Akkukapazität, Unterstützungsstufe, Höhenmetern, Gewicht, Reifendruck und Temperatur ab. Bosch nennt für eine Akkuladung eine Spanne von weniger als 50 bis etwa 170 Kilometern. Mit vielen Höhenmetern und hoher Unterstützung liegst du am unteren Ende, auf flachen Strecken mit wenig Unterstützung deutlich höher.
Ja. Die Unterstützung macht Anstiege leichter, so schaffst du auch als Einsteiger längere Touren und Trails, die du sonst meiden würdest. Die Federung bringt zusätzlich Komfort und Kontrolle und stärkt das Vertrauen auf dem Rad.
Reinige das Rad nach schlammigen Touren mit Bürste und Fahrradreiniger statt mit dem Hochdruckreiniger und prüfe regelmäßig Bremsen, Schaltung, Reifendruck und Federelemente. Gabel und Dämpfer brauchen nach Herstellerangabe einen eigenen Service. Bei längeren Pausen lagerst du den Akku trocken, bei 0 bis 20 °C und mit 30 bis 60 Prozent Ladung, wie Bosch es empfiehlt. Ein Service beim Fachhändler ein- bis zweimal im Jahr ist ratsam; Werkstätten in deiner Nähe findest du im Händlerverzeichnis.
Der entscheidende Vorteil ist die Unterstützung bergauf: Du schaffst längere Touren, mehr Abfahrten am Tag und Routen, die ohne Motor zu anstrengend wären. Der Motor gleicht das Mehrgewicht von Antrieb und Akku aus und hilft in technischem Gelände. Dafür ist ein E-Fully schwerer zu tragen und teurer.
Bekannte Hersteller sind unter anderem Cube, Specialized, Scott, Giant, Haibike, Trek, KTM und Mondraker. Canyon und Radon setzen auf Direktvertrieb und sind in der Regel nicht beim lokalen Fachhandel zu finden. Welche Marke passt, hängt von deinen Vorlieben, deinem Einsatz und dem Service vor Ort ab.
Ja, aber oft ist es dafür überdimensioniert: Federung und grobe Reifen sind fürs Gelände gemacht. Für die Stadt und moderate Pendelstrecken sind ein Trekking-E-Bike, ein E-Citybike oder ein E-Hardtail meist praktischer. Führt dein Weg über Feldwege und Schotter, kann ein E-Fully passen – prüfe dann, ob Licht und Reflektoren nach StVZO vorhanden sind oder sich nachrüsten lassen.
Aktuell 3 Angebote auf e-bikes.de: 2 neue Modelle bei 2 Fachhändlern und 1 gebrauchtes Angebot von einem Händler.
Die Preise liegen zwischen 2.890 € und 5.499 €, der Mittelpreis (Median) bei 5.000 €. Neu geht es ab 4.999 € los, gebraucht ab 2.890 €.
Am häufigsten: Haibike (2) und Cube (1).
In Köln (3), Bonn (3) und Leverkusen (3) – gezählt im Umkreis von 25 km um die Stadt.
Das Angebot ist aus 2022.
Das Inserat hat einen E-Bike-Check vom Fachhändler: Akku, Rahmennummer, Antrieb und Bremsen sind geprüft, der Bericht steht im Inserat.